Saisonkalender
Saisonale Orientierung für Deutschland. Die Bedingungen vor Ort können abweichen.
Maronenröhrling: Welche Art ist gemeint?
Die DGfM führt den Maronenröhrling unter dem Namen Imleria badia. In älteren Bestimmungshilfen findest du auch Xerocomus badius. Gemeint ist ein Röhrling: Unter seinem Hut sitzt eine Porenschicht. Der gebräuchliche Kurzname Marone bezieht sich auf die kastanienähnliche Hutfarbe.
Welche Wälder passen zum Maronenröhrling?
Die Broschüre des Naturparks Oberer Bayerischer Wald beschreibt die Art bei Fichten und Kiefern auf sauren Böden. Das Wiener Marktamt nennt außerdem Mischwälder. Nutze Baumarten und Waldtyp als Orientierung für deine Beobachtungen. Ein passender Bestand allein sagt noch nichts darüber aus, ob gerade Fruchtkörper wachsen.
Ein regionales Beispiel aus Bayern
Der Naturpark dokumentiert den Maronenröhrling als verbreitete Art seines Gebiets. Das ist ein Hintergrund für eine Tour in Bayern, keine aktuelle Fundmeldung. Der Bayern-Guide ergänzt die Artenbeschreibung um verschiedene Waldlandschaften und die Regeln der dort behandelten Schutzgebiete.
Auch in Sachsen dokumentiert
Das sächsische Landesamt für Umwelt nennt den Maronenröhrling in seiner Vorstellung des Pilzatlasses für das Bundesland. Der Sachsen-Guide ordnet dazu Waldlandschaften und örtliche Regeln ein. Die Dokumentation belegt das Vorkommen im Land, liefert aber weder aktuelle Fundstellen noch eine Sammelerlaubnis.
Maronen in Sachsen-Anhalt
Die DGfM-Kartierung für Sachsen-Anhalt enthält Nachweise von Imleria badia. Der Land-Guide ordnet Waldlandschaften und Sammelregeln ein, darunter die räumlich und zeitlich begrenzte Ausnahme im Nationalpark Harz. Ein kartierter Nachweis erlaubt für sich genommen keine Entnahme.
Maronen in Thüringen
Imleria badia ist in der regionalen DGfM-Kartierung für Thüringen dokumentiert. Der Land-Guide ergänzt die Artbeschreibung um Waldlandschaften sowie Regeln für den Waldzugang und Schutzgebiete. Die Kartierung beschreibt gemeldete Vorkommen und keine aktuelle Pilzaktivität.
Maronen in Mecklenburg-Vorpommern
Die regionale DGfM-Kartierung führt Imleria badia für Mecklenburg-Vorpommern. Der Land-Guide hilft dir, Waldlandschaften und die örtlichen Sammelbedingungen einzuordnen. Die Kartierung belegt frühere Beobachtungen und ersetzt weder die Prüfung des Zugangs noch eine sichere Bestimmung.
Maronen in Schleswig-Holstein
Für Schleswig-Holstein dokumentiert die regionale DGfM-Kartierung Imleria badia. Der Land-Guide ordnet dazu Waldtypen und Schutzgebietsregeln ein, darunter die Hahnheide. Die Nachweise erlauben keinen Schluss auf die aktuelle Fruchtbildung oder das Sammelrecht an einem bestimmten Standort.
Maronen in Berlin
Die regionale DGfM-Kartierung dokumentiert Imleria badia für das Land Berlin. Der Landesguide vergleicht Grunewald, Tegeler Forst und Müggelberge und erläutert die Regeln zu Sammelmengen sowie die zusätzlichen Vorgaben der Grunewald-Naturschutzgebiete. Ein Landesnachweis belegt keinen aktuellen Fund an deinem Wanderweg.
Maronen in Bremen
Die regionale DGfM-Kartierung dokumentiert Imleria badia für das Land Bremen. Der Landesguide vergleicht Stadtwald, Schönebeck und Surheide und erklärt die Parkregeln, die Vorgaben zu Sammelmengen und das Betretungsverbot im Düllhamm. Ein Landesnachweis belegt keinen aktuellen Fund an deinem Wanderweg.
Maronen in Hamburg
Die regionale DGfM-Kartierung dokumentiert Imleria badia für das Land Hamburg. Der Landesguide vergleicht Wohldorfer Wald, Hamburger Teile des Klövensteens und Fischbeker Heide und erläutert die Regeln zu Sammelmengen, zum Waldzugang und zu Entnahmeverboten in Naturschutzgebieten. Ein Landesnachweis belegt keinen aktuellen Fund an deinem Wanderweg.
Maronen im Saarland
Die regionale DGfM-Kartierung dokumentiert Imleria badia für das Land Saarland. Der Landesguide vergleicht Bliesgau, Saarkohlenwald und Hunsrück-Hochwald und erläutert die Vorgaben zu Sammelmengen und die unterschiedlichen Regeln der Schutzgebiete. Ein Landesnachweis belegt keinen aktuellen Fund an deinem Wanderweg.
Maronen in Rheinland-Pfalz
Die regionale DGfM-Kartierung führt Nachweise von Imleria badia in Rheinland-Pfalz. Im Land-Guide findest du Waldporträts und die Regeln für eine kleine private Sammlung. Auch ein dokumentiertes Vorkommen erlaubt keine Entnahme in den Kernzonen des Pfälzerwalds.
Maronen in Nordrhein-Westfalen
Die regionale DGfM-Kartierung dokumentiert Imleria badia in NRW. Der Land-Guide ergänzt diese Artbeschreibung um Waldlandschaften, einen Kalender und die Regeln für Waldzugang und Schutzgebiete. Die regionalen Nachweise zeigen nicht, ob heute Fruchtkörper vorhanden sind.
Maronen in Niedersachsen
Die niedersächsische DGfM-Kartierung dokumentiert Imleria badia. Der Land-Guide ergänzt den Artenführer um Waldlandschaften, einen Kalender und örtliche Sammelregeln. Die Nachweise sind keine aktuelle Fundprognose.
Maronen in Brandenburg
Der Landesbetrieb Forst zählt Maronen zu den Pilzen der Brandenburger Wälder. Der Brandenburg-Guide ergänzt die Artenbeschreibung um die dortigen Waldlandschaften und Schutzgebietsregeln. Diese regionale Nennung ist keine aktuelle Fundmeldung.
Wann ist Saison für Maronenröhrlinge?
Das Bundesinstitut für Risikobewertung nennt Juni bis November. Diesen Zeitraum übernimmt der Kalender. Die Naturparkbroschüre aus dem Oberen Bayerischen Wald nennt Juli bis November. Die unterschiedliche Spanne zeigt, weshalb du einen allgemeinen Artenkalender nicht als festen Starttermin für jeden Wald lesen solltest.
Deine Beobachtungen festhalten
Notiere beim Wiederbesuch einer Route die Baumarten, den Monat und tatsächlich beobachtete Pilze. Vergleiche mehrere Ausflüge, bevor du aus einem einzelnen Fund eine Regel ableitest. Für deine Planung bleiben der erlaubte Zugang und die Bedingungen am jeweiligen Ort entscheidend.
Maronenröhrling oder Steinpilz?
Das Wiener Marktamt beschreibt einen braunen Hut, gelbliche bis grüngelbliche Poren mit blauen Druckstellen und einen längsfaserigen Stiel ohne Netzzeichnung. Betrachte immer den ganzen Fruchtkörper. Eine blaue Verfärbung ist für sich genommen kein Nachweis der Essbarkeit.
Den Vergleich mit Steinpilzen üben
Die braune Hutfarbe kann bei mehreren Röhrlingen vorkommen. Vergleiche deshalb auch die Hutunterseite und die Stieloberfläche mit den im Steinpilzführer erklärten Merkmalen. Eine Gegenüberstellung hilft dir beim Lernen; sie ist kein vollständiger Bestimmungsschlüssel.
Zum SteinpilzführerAuch den Sommersteinpilz einordnen
Ein weiterer Guide behandelt den Sommersteinpilz. Dort kannst du die beschriebenen Merkmale und Lebensräume mit denen des Maronenröhrlings vergleichen.
Zum SommersteinpilzführerBlauende Röhrlinge weiter vergleichen
Der Guide zu Flockenstieligen Hexenröhrlingen zeigt, warum auch Poren und Stielmerkmale zum Vergleich gehören. Eine Blaufärbung allein ordnet einen Fund keiner essbaren Art zu.
Zum Guide für Flockenstielige HexenröhrlingeAuch den Gallenröhrling berücksichtigen
Das BfR nennt den Gallenröhrling als möglichen Doppelgänger: Seine Röhren werden rosa, sein Stiel trägt ein Netz. Er ist ungenießbar. Probiere einen unbekannten Pilz nicht zur Bestimmung und lass unklare Funde persönlich prüfen.
Fotos und Beschreibungen reichen für eine Verzehrfreigabe nicht aus. Über das DGfM-Verzeichnis findest du Pilzsachverständige für die Untersuchung deines Fundes.
Frische und regionale Belastung beachten
Maronenröhrlinge sollten nicht roh gegessen werden. Nimm nur sicher bestimmte, unverdorbene Exemplare für die Küche mit und erhitze sie ausreichend. Ein luftiger Korb schützt die Funde beim Transport besser als eine Plastiktüte.
Cäsium-137: Den Fundort mitbedenken
Der BfS-Bericht 2026 nennt bei Maronenröhrlingen erhöhte Cäsium-137-Werte in untersuchten Gebieten Süddeutschlands. Die Werte unterscheiden sich stark nach Standort. Informiere dich vor dem Verzehr über die Messungen und Empfehlungen für dein Gebiet. Ein Artenfoto liefert keinen Belastungswert für deinen Fund.
Welche Sammelregeln gelten?
§ 39 Absatz 3 BNatSchG gestattet unter Bedingungen eine schonende Entnahme kleiner Mengen für den persönlichen Bedarf an zugänglichen Stellen. Eine feste Kilogrammzahl nennt er nicht. Schutzgebietsregeln und örtliche Sperrungen gelten zusätzlich.
Den konkreten Wald prüfen
Im Nationalpark Schwarzwald ist das Pilzesammeln untersagt. Der Guide zu Baden-Württemberg erklärt diesen Unterschied zwischen einem geschützten Teilgebiet und der größeren Landschaft. Kläre bei Unsicherheit den Zugang vor der Tour; eine Pilzberatung kann dir außerdem bei Fragen zur Artbestimmung helfen.
Quellen
- [1]DGfM: Positivliste der Speisepilze
- [2]Bundesinstitut für Risikobewertung: Risiko Pilze, Maronenröhrling und Gallenröhrling (PDF)
- [3]Naturpark Oberer Bayerischer Wald: Schwammerl-Broschüre, Maronenröhrling (PDF)
- [4]Stadt Wien, Marktamt: Merkmale des Maronenröhrlings
- [5]DGfM: Grenzen einer Pilzbestimmung anhand von Bildern
- [6]DGfM: Pilzsachverständige finden
- [7]DGfM: Speisepilze, verantwortungsvolles Sammeln und Zubereiten
- [8]Bundesamt für Strahlenschutz: Radioaktive Kontamination von Speisepilzen, Bericht 2026 (Messwerte 2023 bis 2025)
- [9]Bundesnaturschutzgesetz: § 39, allgemeiner Schutz
- [10]Nationalpark Schwarzwald: Regeln im Park
- [11]LfULG: Pilzatlas Sachsen, Maronenröhrling im Land dokumentiert
- [12]Landesbetrieb Forst Brandenburg: Birke, Dame des Waldes, Sekundarstufe II, S. 41 (PDF)
- [13]DGfM, Pilze Deutschlands: Nachweise in Niedersachsen
- [14]DGfM, Pilze Deutschlands: Imleria badia in Nordrhein-Westfalen
- [15]DGfM, Pilze Deutschlands: Imleria badia in Sachsen-Anhalt
- [16]DGfM, Pilze Deutschlands: Imleria badia in Thüringen
- [17]DGfM, Pilze Deutschlands: Imleria badia in Mecklenburg-Vorpommern
- [18]DGfM, Pilze Deutschlands: Imleria badia in Schleswig-Holstein
- [19]DGfM, Pilze Deutschlands: Imleria badia in Berlin
- [20]DGfM, Pilze Deutschlands: Imleria badia in Bremen
- [21]DGfM, Pilze Deutschlands: Imleria badia in Hamburg
- [22]DGfM, Pilze Deutschlands: Imleria badia im Saarland
- [23]DGfM, Pilze Deutschlands: Imleria badia in Rheinland-Pfalz

